Geschichte: Persönlichkeiten

Richard "Ricco" Koelner

(18. Dezember 1904 - 16. Dezember 1993)

Gründer des Basler Marionetten Theaters, gemeinsam mit seiner Frau Käthi.


Er war gelernter Kaufmann. Autodidakt brachte er sich das Marionettenspiel bei. Er und seine Frau Käthi (geborene Schellenberg) begründeten 1943 das Basler Marionetten Theater bzw. 1947 den "Trägerverein Gesellschaft Basler Marionettentheater". Richard Koelner war Mitbegründer der Vereinigung Schweizer Puppenbühnen (heute UNIMA = Union internationale de la marionnette) und während 23 Jahren in deren Vorstand. 1976 wurde Richard Koelner Ehrenmitglied der UNIMA. 1982 wurden Richard und Käthi Koelner mit dem Kulturpreis ihrer Wohngemeinde Binningen ausgezeichnet. Richard Koelner leitete das Basler Marionetten Theater allein bis 1983. Er schuf ca. 240 Marionetten und Stabfiguren für ca. 30 Inszenierungen (Schauspiele, Märchen, Singspiele und Opern).

(Quelle: http://tls.theaterwissenschaft.ch/wiki/Richard_Koelner)


Bilder: Archiv Basler Marionetten Theater



Faustina "Füschtli" Iselin

(19. Oktober 1915 - 13. September 2010)

Malerin, Zeichnerin, Grafikerin, im BMT Maskenbildnerin und Spielerin.

Zweifellos darf man "s Füschtli" nicht vergessen: Sie hat viele künstlerische Einflüsse hinter und auf der Bühne hinterlassen. Einige Marionetten wurden von ihr gestaltet und gebaut. In unserem Archiv haben wir noch Originalzeichnungen und weitere Dokumente gefunden, die wir hier gerne zeigen...


Anekdote: Schürze von Faustina Iselin

Susi Hostettler über Faustina Iselins Schürze, Juli 2016



Paul Gaiser

(06. April 1913 - 12. März 1983)

Paul Gaiser war Kaufmann und passionierter Laienschauspieler. Er wirkte in verschiedenen Theaterproduktionen und in Hörspielen beim Radio mit. Aufgrund seiner damaligen Theatererfahrung holte ihn Richard Koelner 1943 als einer der ersten Sprecher und als Ensemblemitglied zum BMT. Er verlieh vielen Figuren seine tiefe, sonore Stimme und gestaltete so deren Charakter wie Faust (Faust, Erstinszenierung), Pitje Vogel (Triptychon), Goethe (Goethe im Examen), Bebbi (Mondladäärne), Gubs (Dr Dood im Epfelbaum) oder Vater Tschubukow (Der Heiratsantrag) und übernahm bis zuletzt unzählige kleinere Rollen. In den ersten zwei Jahrzehnten wurde noch nicht auf Band gesprochen, und so geriet damals das Lispeln des Bürgermeisters im Triptychon in jeder Aufführung  etwas anders.

Paul Gaiser präsidierte die Gesellschaft des Basler Marionetten Theaters 34 Jahre lang von der Gründung 1947 bis 1981.


Bilder: Privatarchiv der Familie Fischer-Gaiser


Tondokument: Aus Triptychon: Pitje Vogel (Paul Gaiser) und Schrobberbeck (Ludwig Eya).


Tondokument 2: Paul Gaiser als Schauspieldirektor.


Tondokument 3: Aus Mondladäärne: Paul Gaiser als Bebbi.



Henry Schubert

(20. Oktober 1924 - 13. Juli 1999)

Mit der Gründung des BMT kam Henry Schubert – damals mit dem Namen Fulham und noch nicht ganz volljährig - als Figurenspieler zum Marionetten Theater. Später nahm er wieder den Namen seines in Deutschland früh verstorbenen Vaters an. Henry Schubert war Kaufmann, Übersetzer (englisch/deutsch), Filmemacher und leitete die Abteilung für Dokumentationsfilme der Firma Sandoz in Basel. Sein Leben lang zog er mit Eleganz und Präzision die Fäden unzähliger Marionettenfiguren und belebte sie. Seltener wirkte er auch als Sprecher oder führte Regie.



Max Breitschmid

(17. August 1911 - 12. November 1970)

Max Breitschmid absolvierte die Kunstgewerbeschule in Berlin und wirkte anschliessend als Grafiker und später als Leiter der Abteilung für Grafik bei der Firma Hoffmann-La Roche in Basel. Für die antiken und griechischen Theaterstücke, inszeniert von Karl Gotthilf Kachler in Augst, schuf er neben seinem Beruf zahlreiche Masken. Diese Theaterarbeit brachte ihn mit Ensemblemitgliedern des BMT in Kontakt. Von 1944 bis 1954 engagierte er sich mit grossem Einsatz als Marionettenspieler. Er gestaltete die damaligen Drucksachen und prägte das Erscheinungsbild des BMT für längere Zeit.



weitere Portraits folgen...